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Lage:
Treiben Sie es bunt
Wer mit dem Zug oder der S-Bahn nach Neuss kommt und den Bahnhof an der stadtzugewandten Seite verlässt, steht mitten drin. Mitten drin im Leben, mitten drin im Marienviertel. Es ist vielleicht nicht das Viertel, das typisch ist für Neuss, aber es offenbart zumindest einige Charakterzüge der Stadt. Denn hier pulsiert das Leben, hier gibt es ein reichhaltiges und vielfältiges Angebot, gerade für die Dinge des täglichen Bedarfs und die schnelle Versorgung zwischendurch. Aber das Marienviertel ist auch Tor zur Innenstadt. Von hier gelangt man ohne lange Umwege direkt in das Herzstück der Neusser City. Und wer vorher noch einchecken will, findet hier eine gute Auswahl an einladenden Hotels.
Menschen:
Herr Calvis*, wann wird es im Marienviertel wieder so, wie es früher einmal war?
Das Marienviertel blickt auf eine lebendige Geschichte zurück. Hier war immer was los und das Leben pulsierte. In den letzten Jahren sind viele interessante und vor allem attraktive Projekte dort entstanden, z.B. vom Bauverein oder der Sparkasse. Und deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass das Viertel wieder auf einem guten Weg ist, an alte Zeiten anzuknüpfen. Wahrscheinlich wird es schon bald lebendiger als je zuvor. Ich freu mich jedenfalls darauf.
Frau Kettler**, warum haben Sie sich für einen Standort im Marienviertel entschieden?
Das ist ganz einfach. Unsere Patienten und Kunden sind auf eine jeweils passende Verkehrsanbindung angewiesen. Der Marienkirchplatz bietet hierfür die idealen Voraussetzungen. Patienten können direkt vor der Tür abgesetzt werden und Parkplätze, Bus und Bahn sind in unmittelbarer Nähe. Hinzu kam die zentrale und dennoch ruhige Lage mit gepflegter Grünfläche. Dies waren wichtige Kriterien für die Standortwahl.
Herr Hizardere***, wie ist Ihr Restaurant im Marienviertel angelaufen?
Wir sind sehr zufrieden. Wissen Sie, die türkische Küche hat mehr zu bieten als nur Döner. Und das haben auch unsere Gäste bemerkt. Wir haben viele türkische Spezialitäten auf der Karte und das kommt gut an. Wir profitieren viel von der Laufkundschaft am Abend. Hier kommen nämlich immer viele Leute vorbei, die noch was Leckeres essen wollen. Auch gern mal einen Döner, denn man sagt: den Besten gibt‘s bei uns.
* Die Familie von Friedhelm Calvis betrieb mehr als 50 Jahre das Traditionshaus "Café Calvis" auf der Krefelder Strasse. Er ist heute noch dort ansässig.
** Claudia Kettler betreibt seit 2009 eine Praxis für Physiotherapie (KETTLERphysio) & das Höhenbalance Center Neuss am Marienkirchplatz.
*** Muhammed Hizardere hat im März 2010 das Restaurant Anatolia auf der Krefelder Strasse neu eröffnet.
Zukunft:
Wir haben uns eine Menge vorgenommen. So sieht unsere Vision von der Zukunft des Marienviertels aus:
• Reduzierung der Geschwindigkeit.
Wie kein anderes Neusser Innenstadt-Quartier ist das Marienviertel vom Verkehr geprägt. Das sorgt einerseits für Bewegung, andererseits entstehen leider speziell auf der Krefelder Strasse immer wieder gefährliche, oder für Fußgänger unangenehme Situationen durch die hohe Geschwindigkeit der dort fahrenden Busse und Bahnen. Wir möchten, dass für alle Verkehrsteilnehmer auf der Krefelder Strasse eine Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h eingeführt wird.

• Verbesserung der Beleuchtung.
Der Theodor-Heuss-Platz und der Marienkirchplatz sind für viele Menschen die Haupteingangstore zur Stadt. Leider sind diese abends so schlecht beleuchtet, dass es nicht sehr angenehm ist, dort entlang zu gehen. Wir möchten auf dem Theodor-Heuss-Platz und dem Marienkirchplatz die gleichen Leuchten installieren wie auf der Krefelder Strasse.

• Aufwertung der Krefelder Strasse.
Die Krefelder Strasse ist die einzige Strasse im "Hauptstrassenzug", auf der noch große Bäume wachsen. Wir möchten die dort vorhandenen Pflanzbeet durch dichtere Bepflanzung und Beleuchtung aufwerten, damit Anwohner und Besucher mehr Freude daran haben.

• Aufwertung des Marienkirchplatzes.
Der Marienkirchplatz ist einer der schönsten Plätze in der Neusser Innenstadt. Wir möchten ihn aus seinem Dornröschenschlaf erwecken und als Platz für Anwohner und Besucher erlebbar machen. Dazu gehört für uns eine Beleuchtung der Stirnseite der Marienkirche, eine Verkehrsberuhigung des Platzes sowie die Ansiedlung von Außengastronomie. Im Gegensatz zur lebhaften und quirligen Szene am Markt, bietet der Marienkirchplatz ein ideales Umfeld für gehobene Gastronomie.
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